Swico Recycling Branchenlösung

Fragen & Antworten

1. Wer ist Swico?

Swico ist der Verband der ICT-Anbieter sowie weiterer verwandter Branchen in der Schweiz. Er setzt sich als Unternehmensverband für die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein und bietet ihnen überdies eine breite Palette von Business-Dienstleistungen. Die über 400 Swico-Mitglieder beschäftigen 36'000 Mitarbeitende und erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 20 Milliarden Franken.

2. Wer kann Swico-Mitglied werden?

Gemäss Statuten können Firmen und Gesellschaften Mitglied werden, die Produkte und Dienstleistungen anbieten aus den Branchen ICT, Unterhaltungselektronik, Druck und Fotografie, auch solche, die nur zum Teil in diesen Branchen engagiert sind. Ebenfalls Mitglied werden können Verbände und Behörden, die im Umfeld dieser Branchen tätig sind.

3. Welche konkreten Leistungen erbringt Swico für mein Unternehmen?

Ein Teil der Verbandstätigkeit kommt der gesamten Branche zugute, so insbesondere die Einflussnahme auf Gesetzgebung und regulatorische Rahmenbedingungen, die publizistische Vertretung der Brancheninteressen oder auch die Publikation des Swico ICT-Index. Davon profitieren indirekt auch Trittbrettfahrer, nicht nur Mitglieder, aber dies lässt sich nun einmal nicht ändern. Allerdings haben Trittbrettfahrer im Gegensatz zu Mitgliedern keine Möglichkeit, die Positionen von Swico in ihrem Sinne mitzugestalten und mitzuentscheiden.

Im Übrigen gibt es eine ganze Reihe von Dienstleistungen, welche den Mitgliedern vorbehalten sind und von denen sie exklusiv oder vergünstigt profitieren:

  • Unterstützung von Mitgliedern durch Vorsprache bei Behörden und Ämtern
  • Kostenlose juristische Erstberatung: Arbeits-, Vertrags-, Handels- und IT-Recht
  • Vergünstigter Bezug der bewährten und im Schweizer Markt breit akzeptierten IT-Modellverträge
  • Regelmässige E-Newsletter zu wirtschaftspolitischen und Branchen-Themen
  • Spezialkonditionen für die elektronische Branchenlösung zur Umsetzung der gesetzlichen Verpflichtungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
  • Vergünstigungen bei Bezug von Marktforschungen oder Wirtschaftsinformationen
  • Erfahrungs- und Knowhow-Austausch im Kollegenkreis und Networking im Rahmen von speziellen Interessengruppen
  • Verhandlungsführung im Bereich Urheberrecht durch Swico (betreffend Festlegung von Vergütungen auf digitalen Speichermedien an Urheberrechtsorganisationen)
  • Zugang zum nationalen Rücknahmesystem für Elektronik-Altgeräte
  • Energieberatung und Aktionen zur Förderung der Energieeffizienz
  • Vergünstigung für die überbetrieblichen Kurse der eigenen kaufmännischen Lehrlinge im Handel
  • Familienausgleichskasse AK71 mit tiefen Verwaltungskosten
  • Kostenlose Beratung bezüglich Versicherungen im Swico-Rahmenvertrag

4. Wie profitiert mein Unternehmen weiter von einer Mitgliedschaft?

Ihr Unternehmen profitiert zuerst einmal ganz konkret von den wirtschaftspolitischen Aktivitäten: Wenn Swico zum Beispiel der öffentlichen Hand beim Beschaffungswesen auf die Finger klopft, die Gesetzgebung im Kaufrecht zugunsten des Handels beeinflusst, die Harmonisierung der Zolltarife mit der EU vorantreibt, den Beizug ausländischer Mitarbeiter erleichtert oder für vorteilhafte Bestimmungen im Arbeitsgesetz aktiv wird (alles konkrete Beispiele aus der letzten Zeit).

Des Weiteren können Sie sich als Mitglied im Rahmen von Interessengruppen und Kommissionen betätigen, welche die Mitglieder spezifischer Branchensegmente untereinander vernetzen und in denen auch der Erfahrungsaustauch stattfindet.

Als Mitglied von schweizerischen und internationalen Dachverbänden und Fachorganisationen auch ausserhalb der ICT erreicht Swico deutlich mehr Bezugsgruppen als im Alleingang. Dies stärkt auch die öffentliche Wahrnehmung. Via Swico können sich die Mitglieder auch in diesen, zum Teil wirtschaftspolitisch sehr einflussreichen Organisationen einbringen und zum Teil sogar mitarbeiten und Einsitz nehmen.

5. Über welche Organisationen vertritt Swico die Interessen meines Unternehmens?

Wirtschaftspolitische Organisationen

ICT-Organisationen

Fachverbände

Bildung

Siehe Frage 9

6. Welche Firmen sind Swico-Mitglied?

Die meisten relevanten Anbieter von Hardware, Software, IT-Services, aber auch von Unterhaltungselektronik, Druck und Foto sind heute Mitglieder des Wirtschaftsverbands Swico. Auch wenn die Mehrheit der Mitglieder aus kleineren und mittleren Unternehmen besteht, so sind doch auch Branchengrössen wie Apple, Canon, Google, HP, IBM, Microsoft, Panasonic, SAP oder Samsung langjährige Swico-Mitglieder. Die Mitgliederliste ist im Internet aufgeschaltet.

7. Ist die Mitgliedschaft auch für KMUs und kleinere Unternehmen interessant?

Gerade sie profitieren am meisten von den Dienstleistungen von Swico. Während Grossunternehmen meist intern über Experten verfügen, können KMUs kompetente Unterstützung durch den Verband besonders gut brauchen. Man denke da an die juristische Beratung, aber auch an die Ausgleichskasse, Marktforschungsdaten oder den Erfahrungsaustausch mit Kollegen.

8. Wir sind schon Mitglied bei einem anderen ICT-Verband, macht dann eine Swico Mitgliedschaft trotzdem Sinn?

In aller Regel ja, weil Swico ein einzigartiges Profil aufweist:

  • Der Swico ist der einzige Verband, der sich kompromisslos und gezielt für die Interessen von Unternehmen einsetzt, die ICT-Produkte anbieten (also ohne konkurrierende Anwenderinteressen oder Vertretung von einzelnen Berufsleuten).
  • Swico ist dank Mitgliedschaft und Mitarbeit in wichtigen Verbänden optimal vernetzt und wird in Politik, Medien und Gesellschaft als Gesprächspartner respektiert und ernst genommen.
  • Swico verfügt über ein Dutzend Mitarbeitende, die zusätzlich zu den Milizämtern (Vorstand, Beiräte, etc.) hauptberuflich für den Verband arbeiten und so eine professionelle Umsetzung sicherstellen.

9. Eines der grössten Branchenprobleme ist der Mangel an Nachwuchs. Was leistet Swico in diesem Bereich?

Auf allen Bildungsstufen, aber vor allem in der ICT-Berufsbildung und im Hochschulbereich vertritt Swico die Interessen der ICT-Anbieter, welche sich durchaus von den Anliegen anderer Anspruchsgruppen unterscheiden können. Aktuelle Studien weisen denn auch aus, dass die ICT-Anbieter deutlich mehr Lehrstellen schaffen und sich stärker bei der Ausbildung engagieren als Anwenderfirmen.

Swico bringt diese Anliegen in den Gesetzgebungsprozess und in die Wirtschaftsverbände ein. Er unterstützt die spezialisierten Organisationen im Bildungsbereich, indem Swico-Exponenten aktiv in den entsprechenden Gremien mitarbeiten:

10. Was unternimmt Swico, um die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern?

Swico engagiert sich für Regelungen im Arbeitsmarkt, welche die Anliegen von ICT-Anbietern angemessen berücksichtigen. Zwei Beispiele:

  • Swico war massgeblich daran beteiligt, dass Personalverleih, der nicht als eigenständi-ges Geschäft betrieben wird, dem entsprechenden Gesamtarbeitsvertrag nicht unterstellt wurde, was zahlreiche ICT-Anbieter betroffen hätte. Somit entfällt auch die Einzahlung von 1 % der Lohnsumme in den GAV-Parifonds, was auch finanziell durchaus von Relevanz ist.
  • Heute ist es aufgrund eines starren, administrativ sehr aufwändigen Kontingentssystems insbesondere für KMUs und Start-ups sehr schwierig, bei Bedarf temporär oder auf Dauer ausländische Arbeitskräfte von ausserhalb der EU einzusetzen. Swico engagiert sich direkt sowie über economiesuisse und den Arbeitgeberverband dafür, dass die administrativen Hürden deutlich reduziert und die Zuteilung wesentlich stärker an Wertschöpfungskriterien gekoppelt wird.

11. In welchem Zusammenhang stehen Swico und Swico Recycling?

Swico Recycling ist das freiwillige nationale Rücknahmesystem für Elektronik-Altgeräte in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Es wurde von Swico-Mitgliedern gegründet und wird von der Swico-Geschäftsstelle geführt. Da sich auch Nichtmitglieder als Konventionsunterzeichner beteiligen können, wird Swico Recycling als Non-Profit-Fonds geführt und finanziell getrennt vom Verband verwaltet, was durch eine eigene Kontrollstelle überprüft wird.

12. Engagiert sich Swico auch (partei-)politisch?

Swico setzt sich insbesondere für folgende Werte ein: Individuelle Freiheit und Selbstverantwortung (inkl. Eigentumsgarantie, Subsidiaritätsprinzip und schlanke Staatsstrukturen), offene Märkte und internationalen Austausch, demokratisches System und Rechtsstaat.

Davon abgesehen verhält sich Swico parteipolitisch neutral, was ihn jedoch nicht davon abhält, bei gemeinsamen Interessen punktuell mit Parteien oder politischen Organisationen zusammen zu arbeiten.

13. Wie ist Swico historisch entstanden?

Swico entstand 1989 aus der Fusion von verschiedenen Verbänden aus dem Bürofachhandel und der Organisationstechnik – denn ICT im heutigen Sinne gab es damals noch kaum.

14. Was kostet die Mitgliedschaft bei Swico?

Die jährlichen Kosten der Mitgliedschaft liegen zwischen CHF 1'200 und CHF 5'000. Die Höhe des Beitrags richtet sich gemäss Beitragsreglement nach der Anzahl Mitarbeiter und dem Umsatz in der Schweiz. Für Start-ups gibt es eine Spezialregelung.

15. Wie sind die Eintritts- und die Austrittsbedingungen?

Der Beitritt erfolgt durch verbindliche Anmeldung. Die Aufnahme wird durch die Geschäftsleitung bestätigt. Die Swico-Mitgliedschaft ist jeweils auf Ende Jahr kündbar mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten. Ausnahme Swico Start-up Unternehmen.

01.02.2013 sv/hh

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