Swico Recycling Branchenlösung

Recycling: Das Maximum ist nicht unbedingt auch das Optimum

5. Oktober 2018 - Swico war mit einer Keynote am 32. Lifefair Forum zum Thema „Digitalisierung & Kreislaufwirtschaft“ in Zürich mit dabei. Unser Geschäftsführer Jean-Marc Hensch sieht das Recycling als einen wichtigen Bestandteil der Kreislaufwirtschaft – aber bei weitem nicht als die alleinseligmachende Lösung. Und kreislaufwirksames Recycling bedeutet nicht immer, Elektrogeräte in winzigste Bestandteile zu zerlegen und maximal wiederzuverwerten.

Es ist schon lange keine Geheimnis mehr: Wenn wir uns für unsere Welt eine nachhaltige, ressourceneffiziente Zukunft wünschen, ist lineares Wirtschaften keine Option. Die Zielgerade heisst Kreislaufwirtschaft. Wer dabei jedoch gleich an Recycling und Maximalquoten denkt, ist auf dem Holzweg. Diese Aussagen von Swico Geschäftsführer Jean-Marc Hensch haben am 32. Lifefair Forum in Zürich wohl den einen oder anderen überrascht.

Für alle, die nicht live dabei sein konnten, haben wir die zwei wichtigsten Gedanken der Swico-Keynote noch einmal kurz zusammengefasst:

  • Gibt es etwas Besseres als Recycling? Ja, das gibt es tatsächlich. Auch wenn die Antwort aus Sicht eines Recyclingverbands überraschen mag – die Liste der „besseren“ Lösungen ist sogar recht lang: Von „ich brauche es nicht“ (Suffizienz) bis zu „ich muss es nicht besitzen“ (Stichwort Mobility) bis zu „ich lasse es reparieren“ oder „gebe es weiter“. Zwar landen alle Elektrogeräte irgendwann an diesem Punkt, aber das eigentliche Recycling kommt idealerweise erst ganz am Schluss. Und da werden dann zuerst die Bestandteile weiter verwendet, die Rohstoffe herausgeholt und zum Schluss Energie durch Verbrennen gewonnen.

  • Bei Recycling-Quoten ist Maximierung ein Irrweg. Denn möglichst viel herauszuholen, heisst nicht automatisch, dass das auch das Beste für die Umwelt ist oder am meisten für das Portemonnaie bringt. Wird ein Elektrogerät beispielsweise in seine kleinsten Bestandteile zerlegt und recycelt, kann der Aufwand – das heisst die Energie, CO2-Verbrauch, Druck, Wärme oder der Einsatz von Laugen und Säuren, die man dabei einsetzt – den Recyclingnutzen schnell übersteigen. Fazit: Wenn der Kreislaufwirtschaftsgedanke richtig umgesetzt werden soll, muss man nicht nach dem Maximum, sondern nach dem Optimum suchen. Und dieses Optimum ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich. Deswegen ist die wissenschaftliche Forschung so wichtig, beispielsweise von der ETH oder der EMPA, die auch die Swico Sammelstellen kontrolliert.

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