Swico Recycling Branchenlösung

Rückblick 2018

Erfolgsmodell Swico Recycling bewahren

27. Februar 2019 - 2018 war ein Jahr intensiver politischer Auseinandersetzungen um die Zukunft der Entsorgung von elektronischen und Elektrogeräten. Aus Sicht von Swico ist unbegreiflich, wieso ein wegweisendes Konzept, das in der ganzen Welt als Vorbild bewundert wird, im eigenen Land derart angegriffen wird, obwohl es tadellos funktioniert, wie dieser Rückblick aufzeigt.

2018 wurde die Zukunft der Entsorgung von elektronischen und Elektrogeräten im Parlament einmal mehr diskutiert, wobei es Akteure gab, welche die Herstellerverantwortung aus den Angeln heben und das Recycling am liebsten verstaatlichen möchten. Dabei sind Probleme wie Trittbrettfahrer oder Einkaufstourismus, die andere Systeme zum Teil haben oder hatten, mit einer Verstaatlichung allein nicht zu lösen – oder es gäbe weniger einschneidende Mittel, um sie zu lösen.

Swico hat die Entwicklung sehr genau verfolgt und stellt sich solchen Bestrebungen mit aller Entschiedenheit entgegen. Die Position des Swico Recycling Boards ist diesbezüglich glasklar: Swico will bei der Entsorgung der Elektroaltgeräte die seit bald 25 Jahren sehr erfolgreiche Freiwilligkeit auf der Basis einer privatrechtlichen und eigenverantwortlichen Lösung der Hersteller und Importeure beibehalten. Stehen einzelne Systeme vor wirtschaftlichen Herausforderungen, so sind sie zu sanieren, ohne das Gesamtkonzept über den Haufen zu werfen. Es ist und bleibt das Ziel von Swico Recycling, die Kosten für die Konsumenten (in Form der vorgezogenen Recyclingbeiträge) und für den Staat und für die Gemeinschaft auch in Zukunft möglichst gering zu halten. Dabei sind Elektroaltgeräte fachgerecht und umweltschonend wiederzuverwerten und die Wettbewerbsneutralität unter den Anbietern zu gewährleisten.

Aus Sicht von Swico ist unbegreiflich, wieso ein wegweisendes Konzept, das in der ganzen Welt als Vorbild bewundert wird, im eigenen Land derart angegriffen wird, obwohl es tadellos funktioniert – sicher, soweit Swico Recycling betroffen ist. Da dies offenbar nicht mehr allen Stakeholdern so klar ist, seien die entscheidenden Trümpfe von Swico Recycling in Erinnerung gerufen:

Swico Recycling ist nachhaltig finanziert

  • Swico betreibt ein voll marktorientiertes System, das zur grossen Zufriedenheit der beteiligten Akteure funktioniert. Zudem hat Swico Recycling kaum Probleme mit Trittbrettfahrern, welche das System unterminieren könnten. Die soziale Kontrolle funktioniert: Angeschlossene Hersteller melden mögliche Trittbrettfahrer melden, worauf der Systembetreiber aktiv auf diese zugehen kann.
  • Der Schweizer Online-Handel bezahlt bei Swico selbstverständlich auch vorgezogene Recyclingbeiträge.
  • Online-Händler aus dem Ausland werden von Swico Recycling gezielt angegangen, sobald sie für den Schweizer Markt relevant sind. Auch grosse in die Schweiz liefernde ausländische Onlinehändler bezahlen klaglos die vorgezogenen Recyclingbeiträge (VRB) an Swico Recycling.
  • Da die Preise für IT und Unterhaltungselektronik in der Schweiz günstiger sind, besteht kein Anreiz zu Direkteinkäufen von Konsumenten im Ausland. Direkteinkäufe stellen somit für Swico Recycling kein Problem dar.
  • Die Finanzreserven von Swico Recycling betragen 15 Monate, was deutlich über der internen Vorgabe von 12 Monaten liegt und einen nachhaltig stabilen Betrieb garantiert.
  • Mit Administrationskosten von rund 2% des Umsatzes arbeitet Swico Recycling sehr effizient: Rund CHF 28 Mio. fliessen direkt weiter an die Sammelstellen, die Transporteure, die Zerlegebetriebe, die Recycler und an die für die Qualität unabdingbaren Kontrollorgane.
  • Von der umfassenden Marktabdeckung und der hohen Effizienz profitiert der Konsument, indem die Höhe der VRB in den letzten zehn Jahren um rund einen Viertel reduziert wurde.

Fair entlohnte Partner

  • Swico Recycling bezahlt den Recycling-Betrieben und Transporteuren Preise, die durch wettbewerbliche Ausschreibungen ermittelt wurden. So wird jeweils stets das preislich und qualitativ beste Angebot berücksichtigt.
  • Swico Recycling bezahlt den Sammelstellen kostendeckende, wettbewerbsfähige Preise. Das Rücknahmesystem hat mehrere hundert öffentliche und private Sammelstellen unter Vertrag. Insbesondere die privatwirtschaftlich betriebenen Sammelstellen würden keine Verträge mit Swico Recycling abschliessen, wenn dies aus ihrer Sicht keinen Gewinn bringen würde.
  • Die Preise werden laufend angepasst: Da die Anforderungen aus Qualitätsgründen (Sicherheit der Strassentransporte) gestiegen sind, hat Swico Recycling die Entschädigung für Sammeln und Transport per 1. Januar 2017 erhöht.
  • Ein Teil der von der öffentlichen Hand betriebenen Sammelstellen fordert noch höhere Entschädigungen. Sie repräsentieren jedoch nur einen Teil der Sammelstellen und sind gesetzlich gar nicht zur Sammlung von Elektroschrott verpflichtet. Wenn die Entschädigungen tatsächlich zu tief wären, könnten sie sich problemlos aus der Sammlung von Elektrogeräten zurückziehen.

Garant für hohe ökologische Qualität

  • Als technische Kontrollstelle prüft die EMPA die beteiligten Recyclingunternehmen für Swico Recycling. Sie kontrolliert die Stoff- und Güterbuchhaltung der Recycler, den Nachweis der Stoffflüsse, die Erfüllung der technischen Anforderungen, die Entfrachtung der Schadstoffe und die umweltgerechte Verwertung sowie Entsorgung der Endprodukte.
  • Swico Recycling hat als erstes System den modernsten europäischen Standard für Recycling SN EN 50625 für verbindlich erklärt und auch die Erstellung der Handbücher und Unterlagen dazu mitfinanziert. Mittlerweile haben alle Recyclingbetriebe unter Vertrag das entsprechende Zertifikat empfangen und haben sich so auch für Aufträge aus dem Ausland qualifiziert.
  • Die über 500 Sammelstellen werden regelmässig durch Swico-Mitarbeitende besucht. Einerseits werden sie auditiert, andererseits auch in technischen Fragen und Sicherheitsbelangen kompetent beraten.

Es braucht mehr Kommunikation

Angesichts dieser Umstände ist die Verstaatlichung eines gut funktionierenden, freiwilligen und privatrechtlichen Systems keinesfalls sinnvoll. Eine Abschaffung der freiwilligen Systeme verstösst zudem gegen das Grundprinzip, wonach der Staat nichts übernehmen sollte, was Private genauso gut erledigen können. Ein Wechsel zu einem staatlichen Entsorgungskonzept würde zudem hohe Initialkosten mit sich bringen und der Mehraufwand für ein System, das von Grund auf neu aufgebaut werden müsste und bei dem Erfahrungswerte fehlen.

Allerdings hat die Entwicklung in den letzten zwei Jahren gezeigt, dass die Politik die grossen Vorteile des heutigen privatwirtschaftlichen Entsorgungskonzepts aus den Augen verloren hat und sich der grossen Effizienz dieses Betriebsmodell nicht oder nicht mehr genügend bewusst ist. Swico und die anderen Entsorgungssysteme müssen sich besser erklären und klarer darlegen, wieso das Konzept auch für die Zukunft die optimale Lösung darstellt. Entsprechende Anstrengungen bei der Kommunikation sind unabdingbar und wurden bereits ausgelöst.

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