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Elektronische Geräte in der Kreislaufwirtschaft

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Ivette Djonova

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Im neuen Positionspapier zum Thema Kreislauf präsentieren wir eine Bestandesaufnahme, reflektieren Regulierungsbestrebungen, zeigen auf, was die Wirtschaft bereits leistet – und wo Konsumentinnen und Konsumenten dazu beitragen können.

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Auf europäischer und internationaler Ebene gibt es immer stärkere Bemühungen, Bereiche wie Nutzungsdauer der Geräte, Reparierfähigkeit, Ersatzteile sowie  Garantie- und Gewährleistungsfristen zu regulieren. Begründet wird das mit dem Anspruch auf grössere Nachhaltigkeit und Schliessen von Kreisläufen – beides in Anbetracht der beschränkten Ressourcen legitime Anliegen, für die sich die Hersteller, Importeure und Händler der ICT Branche stark einsetzen. Allerdings beruht die politische und öffentliche Diskussion teilweise auf veralteten oder widerlegten Angaben oder verkennt die Anstrengungen, welche die Industrie in der Schweiz heute schon eigenverantwortlich umsetzt. 

Swico hat deshalb ein Positionspapier zur  Kreislaufwirtschaft erstellt, das dem Dialog mit Behörden, Politik und Institutionen dient. Mit der stetigen Lancierung von neuen Produkten auf dem Markt ist die Diskussion aber auch wieder in der breiten Öffentlichkeit angekommen:

Was passiert mit all den Geräten, die eigentlich noch funktionstüchtig sind – aber durch neuere Modelle ersetzt werden?

Das Papier zeigt Handlungsoptionen auf, insbesondere aber auch die bereits bestehenden und erfolgreichen Bestrebungen der Industrie in Bezug auf Kreislaufwirtschaft. Hersteller, Importeure und Händler bieten heute schon eine breite Palette an Möglichkeiten, mit denen in Zusammenarbeit mit den Konsumentinnen und Konsumenten auf einfache Art nachhaltig und kreislaufbewusst gehandelt werden kann. Einen Überblick dazu finden Sie im  Anhang I des Positionspapiers zur Kreislaufwirtschaft.

Hier das Wichtigste in Kürze:

  • Trade-in-Angebote
    Diverse Hersteller nehmen Geräte zurück, deren Lebensdauer noch nicht abgelaufen ist, die aber nicht mehr den Bedürfnissen der User entsprechen. Je nach Gerät und Zustand erhalten Konsumentinnen und Konsumenten einen Rabatt bei einem Neukauf oder einen Barbetrag ausbezahlt (die einzelnen Bestimmungen variieren von Hersteller zu Hersteller). Daten werden sicher gelöscht, Geräte überholt und der Wiederverwertung zugeführt. Sollte eine Wiederaufbereitung nicht mehr möglich sein, werden die Geräte sauber entsorgt, damit die darin enthaltenen Wertstoffe weiterverwendet und der Rest ggf. thermisch verwertet werden kann. Reseller wie Swisscom, Salt, Sunrise, Brack etc. bieten analoge Programme; bei den meisten kann auf der Website bereits eine erste Schätzung vorgenommen werden, wie viel das abzugebende Gerät noch wert ist.
  • Verlängerung der Nutzungsdauer durch Wiederverwertung
    Noch funktionierende, sanierte Geräte können auf dem Sekundärmarkt weiterverkauft werden. Hersteller und Reseller arbeiten hier teilweise mit Spezialisten wie recommerce.ch zusammen, oder bieten, wie zum Beispiel IBM, ein eigenes Angebot mit Pre-used certified Equipment. Eine Sonderform bildet hier das Spenden von noch funktionierenden Geräten, wie es zum Beispiel bei Swisscom möglich ist.
  • Verlängerung der Nutzungsdauer durch Reparatur
    Hersteller und Reseller bieten einen professionellen Reparaturservice – teilweise mit Anmeldung vor Ort oder durch Einsenden des Produktes (je nach Anbieter mit kostenfreier Zustellung). Zusätzlich bieten Hersteller und Reseller Onlinehilfen zur selbständigen Behebung von häufigen Problemen.
  • Recycling von Geräten, deren Lebensdauer abgelaufen ist
    Dank dem privaten, selbsttragenden System von Swico Recycling ist sichergestellt, dass Konsumentinnen und Konsumenten elektronische Geräte  am Verkaufspunkt oder bei den entsprechenden Sammelstellen kostenlos abgeben können – das korrekte und umweltschonende Recycling haben sie beim Kauf bereits mit bezahlt.

Swico wird die Diskussion rund um Themen wie ökologischer Fussabdruck, Ökodesign und regulatorisches sowie politisches Umfeld weiterhin beobachten und aktiv mitgestalten. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wird Swico Konsumentinnen und Konsumenten weiterhin für bestehende Rücknahme- und Wiederverwertprogramme sensibilisieren und aufzeigen, dass selbst defekte Geräte einen inhärenten Wert besitzen und damit nicht in Schubladen oder Kellern verstauben, sondern dem Recycling zugeführt werden sollten. Damit Rohstoffe möglichst oft verwendet und Ressourcen geschont werden.

 

Fragen zur Kreislaufwirtschaft bei elektronischen Geräten?

Ivette Djonova

Ivette Djonova

Head Legal & Public Affairs
+41 44 446 90 89
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