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«Gesundheit am Arbeitsplatz ist keine Einbahnstrasse!»

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Swico

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Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist oft ein eingestaubter Ordner irgendwo in einem Schrank. Das muss nicht so sein. Unsere Branchenlösung zeigt, wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz auch Spass machen kann und was Unternehmen an ihren Absenzenzahlen erkennen können.

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Im Interview erklärt Jennifer Heise, Leiterin der Branchenlösung für Arbeitssicherheit & Gesundheitsschutz, wie angeschlossene Mitglieder langfristig unterstützt werden, eine gesunde Kultur aufzubauen und zu erhalten.

Welche Verantwortung tragen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber? 

Sie müssen für ein Arbeitsumfeld sorgen, welches gesundheitliche und physische Belastungen möglichst reduziert. Dazu gehören Prävention, eine offene Gesprächskultur und Rahmenbedingungen, die nachhaltig gesundes Arbeiten ermöglichen. Aber Gesundheit am Arbeitsplatz ist keine Einbahnstrasse. 

Welche Rolle spielen die Mitarbeitenden? 

Mitarbeitende müssen sich an Regelungen und Weisungen halten und offensichtliche Missstände melden. Zudem sollten sie Warnsignale bei sich selbst und ihren Kolleginnen und Kollegen im Team ernst nehmen, Grenzen respektieren und Unterstützung anfordern, wenn sie diese benötigen. Nachhaltige Lösungen entstehen nur, wenn beide Seiten Verantwortung übernehmen. 

Viele KMU verfügen nicht über interne Fachstellen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Wie unterstützt Swico? 

Oft fehlt das nötige Fachwissen in den Unternehmen, um gewisse Probleme anzugehen. Dafür gibt es die übergeordneten ASA-Lösungen, wie unsere Swico Branchenlösung. Die Mitglieder werden eng begleitet, aus- und weitergebildet, regelmässig kontrolliert in Form von Audits und erhalten Zugang zu einer Dokumentationsplattform mit diversen Vorlagen, Merkblättern und Checklisten für die Gefährdungsermittlung. So können auch kleinere Unternehmen jederzeit professionelle Unterstützung erhalten, ohne alles selbst aufbauen zu müssen.

Du sagst: «Die Balance zwischen Humor und Ernsthaftigkeit ist ein entscheidender Faktor für eine langfristig anerkannte und nachhaltige Sicherheitskultur jedes Unternehmens.»

Genau das ist der Ton an unseren jährlichen ERFA-Tagungen, die die Sicherheitsbeauftragten und Mitarbeitervertreter unserer angeschlossenen Mitglieder als Weiterbildung geniessen. Hier werden alle auf den neuesten Stand der Technik gebracht und es wird in Gruppen z.B. ein “Escape Room” nach Gefährdungen durchforstet oder dank neuesten Technologien, wie der VR-Brille, die Unfallprävention von einer noch nie gesehen Seite betrachtet. 

Als weitere Dienstleistung der Branchenlösung bereitest du die Absenzenzahlen der teilnehmenden ICT-Unternehmen auf und vergleichst diese mit denen der gesamten Schweiz. Gibt es Erkenntnisse der vergangenen Jahre? 

Die Arbeitnehmenden in der ICT-Branche waren im vergangenem Jahr durchschnittlich 7,6 Tage krank und fehlen somit am Arbeitsplatz. Wir erheben keinerlei Ursachen, können daher nicht detaillierter darauf eingehen. Mögliche Faktoren wären z.B. längere Krankheitsverläufe, Mutterschaftsabsenzen oder psychische Belastungen.  

Was bedeuten viele Krankheitstage konkret für ein Unternehmen in der ICT-Branche? 

Jeder Ausfall belastet zuerst einmal das Team sowie weitestgehend auch Kundenbeziehungen. Projekte verzögern sich, Wissen fehlt kurzfristig und die verbleibenden Mitarbeitenden müssen zusätzliche Aufgaben übernehmen. Aber es bedeutet auch: Kosten für das Unternehmen bis hin zu Imageschäden. Das kann die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens stark beeinträchtigen. 

Was können Unternehmen tun? 

Der erste Schritt ist Transparenz zu schaffen. Ich rate den Unternehmen, dass sie ihre eigenen Zahlen kennen und sie regelmässig auswerten. Wer erkennt, wo die Belastungen liegen, kann gezielt handeln. Oft helfen bereits einfache Massnahmen wie regelmässige Gespräche, klare Zuständigkeiten und ein bewusster Umgang mit Arbeitsbelastungen. Eine offene und wertschätzende Kultur, in der alle Mitarbeitenden ernst genommen werden, und in der respektvoll miteinander umgegangen wird, sollte der Mindestanspruch sein. 

Die Daten beziehen sich auf 72 unserer angeschlossenen Mitglieder und bilden knapp 13’000 Mitarbeitende ab.
Die Daten beziehen sich auf 72 unserer angeschlossenen Mitglieder und bilden knapp 13’000 Mitarbeitende ab.

Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

Jennifer Heise

Jennifer Heise

Spezialistin für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS)
+41 79 516 74 44
E-Mail

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