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NEIN zu Netzsperren, NEIN zum Geldspielgesetz: Keine Bagatelle

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Swico

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Netzsperren machen das Internet unsicher. Mit dem neuen Geldspielgesetz wollen Bundesrat und Parlament Netzsperren einführen.

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Künftig sollen Schweizerinnen und Schweizer nur Online-Spiele von einheimischen Casinos spielen dürfen. Die Befürworter argumentieren derzeit intensiv mit „mehr Sicherheit“ und wollen die Bevölkerung „vor dubiosen Angeboten aus dem Ausland schützen“. Dabei machen Netzsperren das Internet erst recht unsicher.

Am 10. Juni stimmen wir über das neue Geldspielgesetz und die erstmalige Einführung von Netzsperren ab. Im Abstimmungsbüchlein steht: Wer von der Schweiz aus auf ein nicht bewilligtes Online-Spiel zugreifen will, gelange auf eine Sperr-Seite. Dort werde er informiert , dass das Spiel in der Schweiz nicht erlaubt sei.Netzsperren als simple „Weiterleitung“ zu umschreiben, ist jedoch eine gefährliche Verharmlosung. Und gleich mehrfach falsch:

  • Staatliche Netzsperren greifen massiv in die Netzinfrastruktur ein: Internet-Provider werden per Gesetz gezwungen, Datenpakete zu fälschen.
  • Anstatt einer „Informationsseite“ erscheint oftmals einfach eine Fehlermeldung. Denn verschlüsselte Seiten – heutzutage immer häufiger anzutreffen – verhindern eine Weiterleitung. Man erfährt somit meistens gar nicht, warum die aufgerufene Webseite nicht erscheint.
  • Netzsperren können einfach umgangen werden: Wer spielen will, der kann das weiterhin. Die Spielerinnen und Spieler sind sich dabei nicht bewusst, dass dadurch die Sicherheit im Internet reduziert wird und sie beispielsweise weniger vor Phishing-Attacken geschützt sind.
  • Netzsperren schwächen die Bekämpfung der Internetkriminalität. Das widerspricht den Bemühungen der Schweiz gegen Cyberkriminalität und schwächt die Arbeit von MELANI und SWITCH.
  • Netzsperren wirken nie zielgenau: Auch ganz legale Inhalte, die nichts mit Geldspiel zu tun haben, werden gesperrt.
  • Der „Schrotflinteneffekt“ von Netzsperren schadet am Ende harmlosen Unternehmen. Wenn Kunden ihre Seite nicht mehr finden, leidet nicht nur ihr Ruf, sondern auch ihr Umsatz. Das kann gerade für ein KMU existenzbedrohend sein.

Swico wehrt sich gegen staatliche Eingriffe in die Netzinfrastruktur. Netzsperren machen das Internet unsicher und schaden der Wirtschaft und der Gesellschaft.

Deswegen: NEIN zu Netzsperren, NEIN zum Geldspielgesetz am 10. Juni.

Swico gegen Netzsperren: In einer Argumentationsreihe zeigen wir wöchentlich auf, warum es am 10. Juni ein Nein zum geplanten Geldspielgesetz braucht. Haben Sie eine Frage, die Sie zum Thema besonders interessiert? Dann schreiben Sie uns an info@swico.ch

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