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Swico fördert die Ausbildung von Fachkräften und die Rückgewinnung von Kobalt und Neodym

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Roger Gnos

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In der dritten Ausschreibungsrunde des Innovationsfonds von Swico Recycling werden Projekte gefördert, welche wichtige Ressourcen betreffen: Das eine macht Menschen im zweiten Arbeitsmarkt fit für den Ersten, das andere gewinnt seltene Erden und edle Metalle zurück.

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Seit der Gründung von Swico Recycling im Jahr 1994 ist der zweite Arbeitsmarkt zu einem wichtigen Partner der Recyclingindustrie gewachsen. Durch die Miniaturisierung der Geräte sowie den hohen Anteil an LIB-Altgeräten ist eine händische Vorsortierung und sorgfältige Teilmontage von Elektronikschrott auch in Zukunft von grosser Bedeutung (siehe dazu auch Fachbericht 2021, Seite 34).

Rund 800 bis 1000 Menschen aus dem zweiten Arbeitsmarkt sind in 120 sozialen Zerlegebetrieben tätig, mit denen unter anderem die renommierte Recyclingfirma Immark AG zusammenarbeitet. Angesichts der Entwicklung des Arbeitsmarktes werden Bildungs- und Qualifizierungsmassnahmen in der Sozialhilfe zu einer zunehmend wichtigeren Voraussetzung für eine nachhaltige berufliche Integration. Beides lässt sich verbinden, findet die Thommen Group, zu der die Immark AG gehört, und lanciert in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz, Kanton Bern, und der Farb AG (Fachstelle Arbeitsintegration Region Bern) ein Pilotprojekt. Das verdient Unterstützung, entschied der Fachbeirat vom Swico Innovationsfonds:

Mit CHF 220'000 unterstützt der Innovationsfonds einen Fachkurs Recycling für Sozialhilfebeziehende

Das niederschwellige, mehrstufige Förderungsangebot ermöglicht den Mitarbeitenden im zweiten Arbeitsmarkt den Erwerb eines Branchendiploms und Voraussetzung für die Ausbildung zum EFZ Recyclist/in und damit den Übergang in den ersten Arbeitsmarkt, wobei die Förderung von Alltags- und Grundkompetenzen sowie Qualifizierungsangebote unterhalb des Berufsbildungsniveaus einbezogen werden. Gleichzeitig profitieren die Thommen Group sowie weitere Unternehmen durch die Übernahme von Personal und Auszubildenden und lösen damit einen Teil ihres Nachwuchs- und Arbeitskräftemangels.

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Das Pilotprojekt ist einmalig in der Schweiz und leistet einen wichtigen Beitrag für die Integration dieser Mitarbeitenden und für die nachhaltige Sicherung des Elektronik-Recycling-Knowhows.

Sabine Krattiger Geschäftsleiterin Immark AG

Ein klassisches Win-Win, findet auch der Beiratsvorsitzende des Swico Innovationsfonds, Roger Gnos:

«Das Projekt hat mit seiner Zielsetzung, dem angestrebten Nutzen für Mensch und Umwelt und durch die Partnerschaftsstruktur mit den beiden Sozialpartnern das Potenzial für eine Weiterführung oder Skalierung auch in anderen Kantonen.»

Die Vorarbeiten zum Pilotprojekt starten im Juni 2021, die Umsetzung ab 2022.

Urban Mining wird mit CHF 270'000 vorangetrieben

Beim zweiten Projekt, der Rückgewinnung von Kobalt und Neodym durch die Firma Solenthaler Recycling AG, kann dank Förderungsbeiträgen aus dem Swico Innovationsfonds mit der Umsetzung begonnen werden:

Tests und Analysen haben aufgezeigt, dass die Kobalt- und Neodymrückgewinnung aus LIB-haltigen Klein- und Kleinstgeräten machbar sowie ökologisch sinnvoll ist und kombiniert realisiert werden kann (über erste Vorprojekte haben wir im Oktober 2020 bereits berichtet). Geplant ist die Einholung der Baubewilligung bis 2021, eine Abnahme der Anlage per Mitte 2022.

Aktuell läuft übrigens die neue Ausschreibung:

Interessierte Firmen aus dem Ökosystem von Swico Recycling können noch bis zum 15. August 2021 innovative Projekte vorstellen und sich damit um Beiträge aus dem Swico Recycling Innovationsfonds bewerben.

Medienkontakt

Lovey Wymann

Lovey Wymann

Kommunikation
+41 44 446 90 86
E-Mail

Zerlegebetrieb Immark - Foto zur Verfügung gestellt

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