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Was die Schweizer Wirtschaft von der Software Branche lernen kann

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Swico

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Die Software Branche rechnet 2022 mit einem Mitarbeiterwachstum von 12.9% sowie mit einem Umsatzwachstum von 11.3%. Die Zahlen sind unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sie inmitten der Coronakrise erwirtschaftet wurden, äusserst spannend.

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Ergebnisse Swiss Software Industry Survey 2021

Die Software Branche rechnet 2022 mit einem Mitarbeiterwachstum von 12.9% (rund 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr) sowie mit einem Umsatzwachstum von 11.3% (4.7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr). Der Umsatz pro Mitarbeiter belief sich 2020 auf CHF 223'636.7, was im Vergleich zum Vorjahr leicht weniger ist.

Die Profitabilität (EBIT-Marge) vor Zinsen und Steuern betrug 2020 8.1% und ist somit 2.1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Erstmals wurde auch die EBITDA-Marge abgefragt, welche 2020 8% betrug. Die Fluktuationsrate bei den Mitarbeitenden beläuft sich in der Branche durchschnittlich auf 10.4%. Das ist gut 1 Prozentpunkt höher als im Vorjahr. Im Jahr 2021 erwirtschaftete die Software Branche 9.7% Ihres Umsatzes im Ausland. Der mit Abstand wichtigste Umsatzmarkt im Ausland ist Deutschland.

Die Zahlen sind unter Berücksichtigung des Umstandes, dass sie inmitten der Coronakrise erwirtschaftet wurden, äusserst spannend.

Besonders resilient und wettbewerbsfähig auch während Corona 

Schweizer Software Unternehmen betrachten sich selbst als höchst widerstandsfähig und resilient insbesondere auch während der COVID-19-Pandemie. Die überwiegende Mehrheit der befragten Unternehmen gab an, dass sie bereits vor der COVID-19-Pandemie gut, schnell und flexibel mit Veränderungen umgehen konnte. Diese Einschätzung hat sich während der Pandemie nicht verändert, was in Anbetracht der Tragweite der COVID-19-Krise bemerkenswert ist. 

Negative Auswirkungen der COVID-19-Krise auf Umsatz, Gewinn und Marktanteil wurden nur in vereinzelten Fällen berichtet. Auch in Bezug auf die Marktperformance hatte die Krise keine einschneidenden Auswirkungen. Die Schweizer Software-Industrie ist im Bereich Tech-Fitness im Pandemiejahr wettbewerbsfähig geblieben. Sie kann im internationalen Vergleich mühelos mit den technologischen Entwicklungen mithalten. Woran liegt das? 

Zum ersten Mal wurden im SSIS 2021, unter dem Patronat von Swico, auch qualitative Elemente in der Schweizer Software Industrie abgefragt. Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer Branche, die bei Ihren Mitarbeitenden auf Eigenverantwortung und flexible Arbeitsmodelle setzt – und damit besonders resilient, anpassungsfähig und erfolgreich ist. 

Eigenverantwortung und Befähigung ist für ein Software-Unternehmen effizienter als formelle Kontrolle

Eine überwiegende Mehrheit der Angestellten hat während der COVID-19-Krise vollständig oder grossmehrheitlich im Home Office gearbeitet. Dabei schnitten diejenigen Unternehmen, welche bei ihren Arbeitnehmenden mehrheitlich auf Eigenverantwortung und informelle Kontrolle setzten besser ab als diejenigen, die stärker auf formelle Kontrollmechanismen wie beispielsweise Verhaltenskontrollen und Leistungsbewertungen achten. 

Für die Schweizer Software-Branche hat es sich insbesondere gelohnt, während der Pandemie in Massnahmen in Humankapital zu investieren. Durch Investitionen in remote Arbeitsmodelle können diese auch in Zukunft beibehalten werden. Dies bedingt gleichzeitig eine verbesserte interne Kommunikation sowie ein hohes Mass an Vertrauen in Mitarbeitende und Teambeziehungen. 

Befähigung und flexible Arbeitsmodelle 

Als Reaktion auf die Corona-Pandemie wird ein Teil der befragten Unternehmen mehr in die Entwicklung von flexiblen Organisationsstrukturen investieren. Die Software-Branche setzt dabei stark auf die Befähigung von Mitarbeitenden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen vermehrt die Möglichkeit haben, ihre Rollen selbst zu definieren und Eigenverantwortung zu übernehmen. Gruppen von Mitarbeitenden sollen dazu animiert werden, ihre Struktur und Arbeitsweise selbst zu definieren. 

Inhärenter Bestandteil dieser Bemühungen ist, dass ein Grossteil der Branche ihren Mitarbeitenden auch in Zukunft wesentlich flexiblere Arbeitszeiten ermöglichen und sie weiterhin ermutigen, von zu Hause aus zu arbeiten.

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