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Weniger Ausfalltage dank Home-Office?

geschrieben_von

Lovey Wymann

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Die Swico Branchenlösung für Arbeitssicherheit sammelt jährlich Informationen zu Ausfällen durch Krankheiten, Betriebs- und Nichtbetriebsunfällen. Und unterstützt die Betriebe in ihren Bemühungen, Ausfallzeiten weiter zu reduzieren.

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  • Im Bereich Betriebsunfälle verzeichneten die angeschlossenen Betriebe 2021 den grössten Rückgang: Die Anzahl Fälle ging um gut 36 Prozent pro 100-Prozent-Stelle zurück, die Anzahl Ausfalltage um knapp acht Prozent. Schweizweit stieg die Anzahl der Fälle gemäss SUVA wieder etwas an, liegt aber immer noch tiefer als vor Corona.
  • Bei den Nichtbetriebsunfällen war 2021 ein leichter Anstieg von drei Prozent zu verzeichnen, bei den Ausfalltagen resultierte dennoch ein Rückgang von fast vier Prozent. Schweizweit haben Freizeitunfälle nur leicht zugenommen, weil viele Aktivitäten in den ersten fünf Monaten des Jahres nicht möglich waren.
  • Bei den Krankheitsfällen betrug der Anstieg der Fälle acht Prozent, die Ausfalltage sanken aber dennoch um knapp ein Prozent.

Die Gründe für den Rückgang sind komplex. Diverse Medien haben aber in den letzten Wochen darüber berichtet, dass Home-Office trotz Corona zu einem Rückgang der Ausfalltage in Betrieben geführt habe:

Wo lagen die grössten Risiken bei der Swico Gesamtbranche?

Fast 50 Prozent der Unfälle passierten gemäss Rückmeldung der Mitglieder bei Arbeiten von Hand ohne Werkzeuge bzw. Geräte (28 %) und beim Umherstehen, Umhergehen (21 %). Anita Müller, welche die Statistik für Swico und die Mitglieder der Branchenlösung erhebt, sagt dazu:

 

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Die IT ist an sich keine sehr gefährliche Branche. Und doch könnte die Anzahl der Unfälle mit wenig Aufwand weiter gesenkt werden. Ein falsches Sicherheitsgefühl verhindert oft, dass Gefahrenpotenzial erkannt und beseitigt wird.

Anita Müller Swico Projektleiterin ABL / Sicherheitsfachfrau EKAS

Zu denken ist in diesem Zusammenhang an scharfe Ecken oder Kanten, offenstehende Schubladen, Stolperfallen wie lose Kabel, herumstehende Taschen und Rucksäcke oder Türschwellen … Deshalb werden diese und ähnliche Themen an den jährlich stattfindenden ERFA-Tagungen für Mitglieder der Branchenlösung für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz immer wieder thematisiert.

Im Fokus der betrieblichen Weiterbildung stehen 2022 folgende Themen:

Sicherheit in Haus/Garten und Sport:
Wie erkennen Mitarbeitende ihr Risikoverhalten im Bereich NBU und entscheiden danach bewusst, welches Risiko sie durch ihr Verhalten eingehen?

Psychische Erkrankungen:
Jede 2. Person in der Schweiz erleidet im Verlaufe ihres Lebens eine psychische Erkrankung. Im Referat «Psychische Gesundheit – Herausforderungen begegnen» vermittelt Gina Auf der Maur (Psychologin lic. phil.) die Handlungsfelder im Betrieb - von der Prävention, über die Früherkennung bis zu Intervention und Unterstützung bei akuten Fällen.

Home-Office
Nicole de Cerjat, Juristin des Kaufmännischen Verbands Schweiz, zeigt Risiken im Zusammenhang mit dieser eher neuen Arbeitsform auf, hilft Lösungen zu finde und die Freiheiten und Pflichte der Parteien des Arbeitsvertrags abzugrenzen.

Die Tagungen finden jeweils im Juni und September statt.

Interessieren auch Sie sich für die Branchenlösung?

Anita Müller

Anita Müller

Projektleiterin ABL / Sicherheitsfachfrau EKAS
+41 44 446 90 88
E-Mail

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